40 000 m² Handarbeit

40 000 m² Handarbeit

Neues Busdepot in Fribourg: Für die Firma Biollay Spezialtiefbau AG hiess das, mit ausgeklügelter Logistik, Top-Teamarbeit und zügiger Verarbeitung rund 27'000 Quadratmeter Kunstharzböden und 13'000 Quadratmeter Hartbetonböden einzubauen.

Das letzte Jahr fertiggestellte Busdepot der Stadt Fribourg bietet Platz für Waschanlagen, Werkstätten und 250 Busse. Die Firma Biollay aus Bern hat dafür auf rund 27’000 Quadratmetern Hallenfläche Kunstharzböden sowie in der 13’000 Quadratmeter grossen Einstellhalle Hartbeton eingebaut. 

«Wir waren mit 20 Leuten vor Ort. Die grösste Fläche, die wir an einem Stück und ohne Fuge eingebaut haben, misst 3’000 Quadratmeter.» Inklusive Vorbereitung brauchten sie für die riesige Fläche zwei Wochen. «Bei so grossen Flächen muss man gut planen. Man kann nicht mitten drin aufhören, sonst wären die Übergänge sichtbar.»

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Fast vier Kilo Material pro Quadratmeter

Das Busdepot muss künftig einigem standhalten. «Der Untergrund muss im Depot, im Werkstatt- und Waschbereich wasserdicht, säure-, benzin- und ölbeständig sein.» 

Zuerst wurde für die Arbeiten die Betonschicht abgeschliffen, damit eine bessere Haftung entsteht. «Die Oberfläche wird im Anschluss von uns vorbereitet für die Kunstharzbeschichtung.» Das heisst: Es wird eine Haftgrundierung aufgetragen, dann eine Grundierung und dann die Basisschicht mit der Quarzsandabstreuung. Zum Schluss folgt die Deckschicht: «Insgesamt bauen wir 3,6 Kilo Material pro Quadratmeter ein.»

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Temperiertes Arbeiten

Pro Woche wurden so 6’000 bis 10’000 Kilo Kunstharz eingebaut. Zusammen mit seinem Bauführer Petrit Colaj muss der 27-jährige Industrie- und Unterlagsbodenbauer die Menge stets im Blick haben und früh reagieren.

Beim Einbau braucht es mindestens 18 Grad Celsius, die Bodentemperatur muss mindestens 10 Grad betragen. «Wir hatten eine Zeitverzögerung von einer Woche auf der Baustelle, weil es zu kalt war.» Durch Heizgebläse wurde es – im Gegensatz zu den eisigen Aussentemperaturen – angenehm warm in der Halle.

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Achtung – fertig – verarbeiten!

Das Kunstharzgemisch wird im Team eingebaut: Einer bringt das Material, einer ist zuständig für die Mischung, zwei oder mehr bauen ein. Das ist richtige Handarbeit: Das Gemisch wird vom Mischer zum Einbauer gebracht, wo der Einbauer, auf Knien und mit Gummischaber ausgerüstet, die Masse gleichmässig auf dem Boden verteilt.

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Platz für 250 Busse

Nach dem Einbau braucht das Kunstharz 24 Stunden um hart zu werden, volle Belastung ist nach sieben Tagen möglich. Seit Anfang 2019 sind die drei grossen Hallen fertiggestellt und das gesamte Depot ist bereit für die 250 Busse.

Text: B. Magazin