VON BAHNHOF ZU BAHNHOF

VON BAHNHOF ZU BAHNHOF

Seit Ende 2019 werden sämtliche Bahnhöfe von Flamatt bis Laupen ausgebaut. Zusätzlich werden auch die Gleis- und Fahrleitungsanlagen erneuert – viel zu tun für die Marti AG.

Die Marti AG hat von der SBB unter anderem den Auftrag für dessen Sanierung erhalten. Dazu gehört die Erneuerung der bestehenden Infrastrukturanlagen – inklusive Rohranlagen, Oberflächenentwässerungen, Beleuchtungen und zahlreichen bahnspezifischen Anlagen. Auch die Erhöhung und Erweiterung der Perronanlage gehört dazu. «Für uns ist das ein sehr komplexes Projekt», so Marcel Künzler, Projektleiter und Baumeister der Marti AG. «Die Sanierung beinhaltet viele Komponenten, die neu für uns sind. Zum Beispiel die Kabelanlagen der SBB.» Doch die Sanierung des Bahnhofs in Flamatt ist nur ein Teil des Projektes. Denn die Arbeiten der Marti AG erstrecken sich über insgesamt sieben Kilometer bis zum malerischen Städtchen Laupen im Kanton Bern. «Wir erneuern sämtliche Werkleitungen, Trassees, Gleise, Fahrleitungen und die Beschotterung.» Und für die Überquerung der zahlreichen Bahnübergänge auf der Strecke kommt ein spezielles System zum Einsatz. «Das schüttelt die Autofahrer nicht mehr so stark durch bei der Gleisüberquerung.»

Grabenbau

DIE HEISSE PHASE
Da die SBB während der Corona-Pandemie Baustellen während drei Wochen schloss, dauern die Arbeiten anstatt bis Dezember 2020 etwas länger. Während der Intensivphase vom 25. Juli bis zum 9. August standen beim Bahnhof Flamatt pro Tag drei Teams mit 17 Mitarbeitenden im Einsatz. Die Bahnstrecke Bern–Fribourg wurde während dieser Zeit gesperrt. Auf der Baustelle wurde durchgehend von fünf Uhr morgens bis eine halbe Stunde nach Mitternacht gearbeitet. Da die Perrons für Autos und LKWs nicht erreichbar waren, musste die ganze Logistik über die Gleise laufen. «Neben der Erneuerung der Werkleitungen haben wir auch das Perron um 80 Meter verlängert und ein neues Rückhaltebecken gebaut, wo das Wasser gesammelt wird.» Denn gleich gegenüber vom Bahnhof ragen gewaltige Felswände steil Richtung Himmel. Das Wasser, das den Fels entlang hinunterläuft, wird künftig im neu erstellten Becken gesammelt. «Die Betonarbeiten am Becken und an den Zugangswegen zu den Perrons sind noch bis Mitte Oktober im Gang.» Dies geschieht inzwischen bei laufendem Zugverkehr, denn seit Mitte August rollen die Züge wieder in den Bahnhof Flamatt ein.

Beschotterung

EIN GANZER BAHNHOF WIRD GEZÜGELT
Eine ganz besondere Ausgangslage herrscht in Laupen: Dort wird nämlich der gesamte Bahnhof um 250 Meter weiter Richtung Neuenegg verlegt. So wird er künftig nicht mehr mitten im Städtchen, sondern vor den Toren Laupens liegen. Auch hier ist die Marti AG bereits zugange. Von Gleisen und Schwellen ist noch nicht viel zu sehen – im Moment läuft der Aushub für den grossen Parkplatz und die Zu- und Wegfahrt der Busse. «Ausserhalb des Perronbereichs erstellen wir in einem nächsten Schritt ein zusätzliches, 330 Meter langes Abstellgleis.» Dem neuen Bahnhof musste die Hälfte eines kleinen Weihers weichen. Die Marti AG hat dazu einen provisorischen Damm in den Weiher gebaut, damit die eine Seite aufgeschüttet werden konnte.

Text: B. Magazin

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