Bauberufe im Rampenlicht

Bauberufe im Rampenlicht

Der Tour d’horizon des SBV, der derzeit im Verkehrshaus Luzern steht, war in den letzten Tagen vermehrt das Ziel von Schulklassen. Im mobilen Turm konnten sie sich über Bauberufe informieren.

Seit diesem Frühjahr steht der 14 Meter hohe und 105 Tonnen schwere «Tour d’horizon» im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern, wo er zu einem echten Publikumsmagnet geworden ist. Auch viele im Berufswahlprozess befindliche Schulklassen besuchen den Turm. So kürzlich eine Klasse aus Cham. Gian-Luca (14) fand die Art, wie hier die Bauberufe präsentiert werden, mega cool. Er möchte Bauspengler oder Lastwagenmechaniker lernen. «LKWs faszinieren mich, vor allem wegen ihrer Grösse und Kraft», sagt er. Als er noch jünger war, durfte er oft mit seinem Vater, der Chauffeur ist, mitfahren und sogar selber Hand anlegen. Auch Bastian (15) hatte sichtlich Spass an der mobilen Ausstellung. Da er aber handwerklich nicht so begabt sei, wie er selber sagt, möchte er Koch werden. Lehrer Raphael Müller zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ausflug ins Verkehrshaus. «Auch wenn für die meisten Lernenden die Zukunft wohl nicht im Baugewerbe liegt, haben sie doch viel Wissenswertes für ihre Zukunft mitgenommen», sagte er nach dem Verlassen des Turms. Zudem biete der Tour d’horizon viel «Futter» für die Nachbearbeitung im Berufswahlprozess.

Stefan Schubiger, Lehrlingsbetreuer bei der Schmid Bauunternehmung AG in Ebikon. 

Begleitung durch Baufirma

Um die Besucher nicht einfach ihrem Schicksal zu überlassen, werden sie jeweils von einer Bauunternehmung aus der Region begleitet. Zum Beispiel von der Schmid Bauunternehmung in Ebikon. Für Lehrlingsbetreuer Stefan Schubiger, der gerade mit Lehrling Claudio Strebel die Gäste aus dem Kanton Zug betreut, ist die Mitarbeit an diesem Projekt eine Selbstverständlichkeit. In erster Linie sei es ein wirksames Instrument, um vermehrt junge Männer wie auch Frauen in die Baubranche zu locken. Gerade in einer Zeit, wo es für die einzelnen Unternehmen immer schwieriger wird, geeignete Jugendliche zu finden. «Interessierte haben wir zwar fast immer genug, doch nicht jeder eignet sich automatisch für die Arbeit auf dem Bau», so Schubiger.

Von Luzern nach Zürich

Der Turm ist für Gäste jeder Altersgruppe ein Besuch wert. Ein Anziehungspunkt ist der Wettbewerb, bei dem es attraktive Preise wie etwa Aktiv-Weekends in der Schweiz zu gewinnen gibt. Im obersten Geschoss befindet sich zudem eine Bar, die neben einer exklusiven Aussicht den idealen Rahmen für gesellige Momente schafft. Und ausserhalb des Turms können sich Gross und Klein an der Kletterwand versuchen. Der Eintritt in den Turm ist selbstverständlich kostenlos. Übrigens: Der Turm steht noch bis zum 1. November 2020 im Verkehrshaus in Luzern. Anschliessend zieht er weiter durch die Schweiz. Die nächsten Standorte sind Zürich und Biel.