Chillfaktor hoch!

Chillfaktor hoch!

Ein Tag am Wasser mit den Strassenbauern Nicolas De Sousa und David Schwab zeigt: Fischen ist nicht gleich Fischen, aber auf jeden Fall chillig.

Nidau-Büren-Kanal, Port bei Biel: Etwas unterhalb der schäumenden Schleusen stehen Nicolas aus Pieterlen und David aus Aarberg am Ufer.

«Beim Fischen gilt es, Ruhe zu bewahren. Das hilft mir manchmal auch im Berufsalltag. Wenn ich beim Belagseinbau unter Zeitdruck stehe, mache ich es wie hier am Fluss: Ruhig bleiben und alles der Reihe nach machen», so David. Im Moment sieht es aber nicht nach Stress aus: Die Schnur liegt ruhig im Wasser.

Chillfaktor hoch 3

Kein Fischen ohne Regeln

Wer jetzt denkt, man kann einfach mit Fischen loslegen, der irrt – Fischerei ist in der Schweiz strikt geregelt. «Zum Fischen muss man ein Brevet haben», erklärt Nicolas. Aber auch dann darf man nur in den Gewässern des Wohnkantons angeln.

Chillfaktor hoch 5

WC-Deckel oder Hecht?

Es ist bereits Mittag und die Eimer sind immer noch leer. «Du weisst nie, was der Tag bringt», so Nicolas. «Manchmal kommst du nicht mal dazu, ein Sandwich zu essen, so oft beissen sie. Und manchmal stehst du Stunden da und nichts passiert.» 

Wenn dann plötzlich etwas an der Rute zuckt, kommt der Adrenalinstoss. Für Nicolas immer wieder ein ganz verrückter Moment: «Du weisst nie, was dich erwartet, bis du den Fang aus dem Wasser ziehst! Das kann vom WC-Deckel bis hin zum Ein-Meter-Hecht alles sein!» Dieser Tag geht ohne Fang zu Ende – also mehr Chill- als Thrill-Faktor. Bei genialem Wetter und idyllischer Landschaft auch nicht schlecht.

Text: B. Magazin