Die Zeit läuft

Die Zeit läuft

Sie haben acht Stunden Zeit, bis die Strecke wieder freigegeben werden muss: Auf der A1 Schönbühl–Kirchberg werden Nacht für Nacht rund 600 Meter Autobahn einer kompletten Belagserneuerung unterzogen.

Seit dem 1. Juli 2019 laufen die Arbeiten auf diesem Abschnitt Nacht für Nacht auf Hochtouren. Auf einer zehn Kilometer langen Strecke wird der Belag erneuert. Zudem werden Brücken und Unterführungen saniert. All dies muss bei laufendem Verkehr ausgeführt werden, denn schliesslich handelt es sich mit rund 70’000 Fahrzeugen pro Tag um die meistbefahrene Strecke der Schweiz.

A1 Schönbühl-Kirchberg

«Tagsüber muss der Verkehr trotz Sanierungsarbeiten auf allen vier Spuren laufen. In der Nacht wird auf zwei Spuren reduziert», erklärt Chef-Bauleiter Raymond Hochuli. Nacht für Nacht werden entsprechende Pilonen und Leitplanken aufgestellt und die gesperrte Fläche im Anschluss für die Bau-Equipe freigegeben. Bei trockenem Wetter kann das rund 50-köpfige Team – bestehend aus Chauffeuren, Maschinisten, Strassenbauern, Belagseinbauern und anderen Spezialisten – loslegen, um in den kommenden acht Stunden auf 650 Metern den Belag komplett zu erneuern.

A1 Schönbühl-Kirchberg 2

Als erstes setzt sich die Belagsfräse in Bewegung. Gleich hinter ihr werden die Wasch- und Trocknungsmaschinen den Untergrund bearbeiten. Sobald der Boden trocken genug ist, macht sich das Spezialfahrzeug für den Einbau der Schutzschicht ans Werk.

Unmittelbar dahinter folgt der Lastwagen mit aufgewärmten Split, der gleichmässig auf dieser Schutzschicht verteilt wird. Am Ende des LKW stehen zwei Personen, die den Split auf den Untergrund kippen und auf der Oberfläche ausbreiten. Bevor die Membrane aufgebracht und der Belag eingebaut werden kann, werden die Fugen maschinell verklebt. Danach muss der Chef-Bauleiter jeweils die frisch gefrästen Etappen zur Reinigung freigeben.

Es folgt der Belagseinbau mittels Einbaufertiger. Der Belag muss anschliessend aushärten, bevor Walzen ihn schliesslich verdichten. Danach wird die Strecke gereinigt und die definitiven Markierungen am Ende einer Bauetappe angebracht. Erst dann sind die Arbeiten vor Ort abgeschlossen.

Text: B. Magazin