Einfach mehr Wert

Einfach mehr Wert

WISTRAG-Inhaber Beat Aeppli hat für seinen Familienbetrieb ein einfaches Erfolgsrezept: top-ausgebildete Leute und dem digitalen Fortschritt immer eine Nasenlänge voraus.

«Gute Leute ziehen gute Leute an.» Dieser Überzeugung ist Bauingenieur Beat Aeppli. Als Firmeninhaber setzt er bei der WISTRAG Strassen- und Tiefbau AG in Winterthur auf sein Team. «Ich habe alle meine Mitarbeitenden fest angestellt.» Denn Aeppli glaubt an Kontinuität. «Ein eingespieltes Team macht gute Arbeit, und das merken auch unsere Kunden. Sie schätzen diesen Mehrwert und kommen wieder», so Aeppli.

Er beschäftigt seine Leute 365 Tage im Jahr – auch wenn das über die Wintermonate nicht einfach ist. «Die öffentliche Hand hält sich im Winter mit Aufträgen zurück, deshalb bin ich froh, haben wir auch Aufträge von Privaten.» 

Einsatz für Lernende

Um gut ausgebildete Mitarbeitende kümmert sich der Familienbetrieb auch selbst: «Wir beschäftigen zwischen drei und fünf Strassenbau-Lernende.» So ermöglicht die Firma Fitwi Michael ein Praktikum, um später das eidgenössische Berufsattest zu absolvieren. Der junge Flüchtling ist seit Herbst bei der WISTRAG im Strassenbau tätig und lernt nebenbei Deutsch. «Er ist im Rahmen des Flüchtlings-Integrationsprojektes des Vereins Cocomo bei uns.» Die Initiative dazu kam vom Baumeisterverband.

Pflästern aus Leidenschaft und Programmieren als Hobby

«Pflästern ist eine Leidenschaft von mir. Sie vereint das Kreative mit dem Handwerk», erzählt er.  Für Aeppli war nicht von Beginn klar, in welche Richtung es gehen soll: «Ich bin gelernter Bauingenieur, habe aber auch eine Informatikausbildung gemacht und viel programmiert.»

Nach einer Erkrankung seines Vaters stieg er in die Firma ein. Mit ihm kam auch der technische Fortschritt: «Wir waren eine der ersten Firmen unserer Branche mit einer top eingerichteten EDV-Anlage und eigenen Servern.» Maschinen, Stunden, Material – alles wird bei der WISTRAG vor Ort und in Echtzeit digital erfasst. Das spart Zeit und eliminiert Fehlerquellen.

«Heutzutage muss man sich gut verkaufen. Wir sind zwar Infrastrukturbauer, das heisst aber nicht, dass wir nicht alle technischen Mittel voll ausschöpfen und auch in den sozialen Medien präsent sind.»

Text: B. Magazin