GEMEINSAM ZUM ZIEL

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Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeit sind nicht nur Schlagworte, sondern weisen den Weg in die Zukunft. Beat Feuz weiss: Das gilt sowohl für die Baubranche als auch den Skirennsport. Wer sich heute mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt, kann die Schweiz der Zukunft sehen.

Die Zeiten ändern sich. Als Beat Feuz auf einer Baustelle im Emmental arbeitete, war Nachhaltigkeit ein Thema für die Bauleitung, doch ihn als Lehrling betraf das nicht. Heute ist das anders, heute ist der Begriff in aller Munde, ob auf der Baustelle oder der Skipiste, auf der Beat Feuz zu WM-Gold und mehrfachen Weltcup Siegen gefahren ist. Der Skisport sei abhängig vom Schnee, so Beat Feuz. Nicht nur die Geschwindigkeit und technisches Können machen das Skifahren zum Erlebnis. Sondern auch die Nähe zur Natur. Entsprechend wichtig ist ein nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen. Das zeigt sich im professionellen Skisport wie auch im Wintertourismus. «Im Vergleich zu anderen Sportarten halten sich unsere Flugmeilen in Grenzen», sagt Beat Feuz. In der Regel bereist er die Weltcup-Stationen in Europa in Fahrgemeinschaften. Auch namhafte Schneesportgebiete bemühen sich um Nachhaltigkeit. So werden Pisten oder Pistenteile bei schlechter Schneelage gesperrt, Schutzzonen für Tiere eingerichtet und erneuerbare Energien eingesetzt. Zudem erfolgt die künstliche Beschneiung möglichst ökologisch.

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Auch in seinem früheren Berufsfeld hat sich viel getan. «Ich denke, die Bevölkerung ist heute sehr sensibilisiert und wünscht sich, dass nachhaltig gebaut wird», sagt Beat Feuz. Der Schweizer Baumeisterverband weiss um die Anliegen der Bevölkerung. Der SBV unterteilt die Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen in drei Aspekte: Ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Besonders ökologisch soll viel erreicht werden. Ein Viertel der Treibhausgasemissionen in der Schweiz ist auf den Gebäudesektor zurückzuführen. Weit über die Hälfte der Immobilien in der Schweiz sind älter als 40 Jahre, rund 1.5 Millionen Gebäude sind dringend sanierungsbedürftig. Die Sanierungsquote von nur einem Prozent jährlich ist aber noch tief. Mit Ersatzneubauten können Treibhausgasemissionen in Gebäuden signifikant reduziert werden. Durch neue, energetisch effiziente und verdichtete Wohn- und Arbeitswelten wird Umwelt und Natur dauerhaft weniger belastet. Auch Ressourcen sollen Bauunternehmen schonend einsetzen. Nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft sollen Bauwerke von der Entstehung, über die Nutzung, bis zum Abbruch in Kreisläufen realisiert werden, wodurch möglichst wenig Abfall entsteht. Langfristig werden daraus nicht nur umweltpolitische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile resultieren. Die Instrumente sind gefunden, das Potenzial ist gross. In enger Zusammenarbeit mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kann es ausgeschöpft werden.

Der nachhaltige Umgang mit der Natur ist Beat Feuz auch persönlich wichtig. «Ich bin fast täglich in der Natur», sagt er. Im Winter auf dem Schnee, im Sommer auf Wander- und Velopfaden.

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