Im Gebirge zuhause

Im Gebirge zuhause

Ricardo Amacker ist mit 30 Jahren einer der jüngsten Baumaschinenführer bei der Theler AG. Das Handling des Schreitbaggers erfordert besondere Kenntnisse und Höhenangst liegt dem Hobby-Bergsteiger zum Glück fern.


Ricardo über die Arbeit im Schreitbagger «Ich bin gelernter Maurer und Plättlileger, dann habe ich die Baumaschinenführer-Ausbildung gemacht. Bei der Theler AG arbeite ich seit fünf Jahren, davor war ich bereits in einem Forstbetrieb mit einem Schreitbagger im Einsatz. Im Gegensatz zu einem Hydraulikbagger ist ein Schreitbagger schon eine spezielle Kategorie: Man sitzt meistens sehr schräg im Cockpit, da man viel am Hang arbeitet. Für die Bedienung habe ich zwei Joysticks und ich muss den Kopf stets bei der Sache haben. Ein Schreitbagger hat ungefähr doppelt so viele Funktionen wie ein normaler Bagger. Die Theler AG hat dieses Jahr zwei neue Schreitbagger von Kaiser gekauft. Vorher war ich mit dem Menzi Muck unterwegs. Im Wallis gibt es nicht viele, die sich mit diesen Maschinen auskennen, somit sind wir sehr gefragt. Hier auf der Piste sitze ich die meiste Zeit in der Kabine, wenn ich Feierabend habe, gehe ich deshalb gerne eine Runde laufen.»

Ricardo über Höhenangst und neue Ziele
«Ich komme aus Niedergampel und bin leidenschaftlicher Bergsteiger. Hier, wo wir zurzeit am Arbeiten sind, fühle ich mich zuhause, denn es ist meine Bergsteiger Region. Wenn es das Wetter zulässt, mache ich eigentlich jedes Wochenende einen Viertausender, zurzeit am liebsten im Saastal. Manchmal fahre ich auch nach der Arbeit mit dem Bike zurück nach Niedergampel, da gibt es einen Trialpfad, auf dem dauert das etwa zweieinhalb Stunden. Im Winter mache ich Skitouren, dann schnalle ich mir schon mal zuhause die Ski an die Füsse und laufe hoch auf das Torrenthorn. Das sind 2300 Höhenmeter. Ich habe keine Probleme und keine Angst in der Höhe, das kommt mir natürlich bei der Arbeit hier am Berg zugute. Ich setze mir vor allem in sportlicher Hinsicht immer wieder neue Ziele – mein Traum wäre, einmal im Kaukasusgebiet auf Bergtour zu gehen.»

Text: B. Magazin