Johannes Mazenauer mauerte am genauesten

Johannes Mazenauer mauerte am genauesten

Sulgen Fünf Kandidaten qualifizierten sich für die interne Hallenausscheidung der Maurerlehrlinge in der Lehrhalle Sulgen. Die zwei Besten können an der Regionalausscheidung im Rahmen der Glarner Messe teilnehmen. 

Vom 22. bis 27. September 2021 finden in Shanghai die WorldSkills 2021 statt. Der Weg bis dorthin ist steinig, was auch die besten fünf Thurgauer Maurerlehrlinge derzeit erfahren durften. «Wir haben diejenigen fünf Lehrlinge aus den Überbetrieblichen Kursen der ersten beiden Lehrjahre für die interne Hallenausscheidung qualifiziert», erklärt Romeo Maasl, Geschäftsführer beim Thurgauischen Baumeister-Verband. Die besten Beiden von ihnen, nämlich Johannes Mazenauer und Yves Dähler oder Robin Wolfwend, messen sich vom 30. Oktober bis 3. November an der Glarner Messe. Die beiden Letzteren haben sich aufgrund des knappen Resultates intern nochmals einer Qualifikation zu unterziehen. Für die Gewinner an der Glarner Messe geht der Weg weiter in Richtung Schweizer- und Weltmeisterschaften.

165 Back- und Kalksandsteine
Gemäss Thomas Arpasi, Chefinstruktor in der Lehrhalle Sulgen, stand den fünf Kandidaten für die Erstellung des Objektes ein Zeitgefäss von 11.5 Stunden zur Verfügung. Zuvor erhielten die Kandidaten während drei viertel Stunden Zeit, um sich auf das Objekt vorzubereiten und das Material bereit zu stellen. Die Hallenausscheidung erfolgte nach klaren Regeln. «Alle Kandidaten mauerten das gleiche Objekt, welches einen Maurerhammer und ein Senkblei darstellt, nach denselben Vorgaben. Sie erhielten 165 Back- und Kalksandsteine und mussten 18 davon schräg schneiden», erklärt Arpasi. Er und der stellvertretende Chefexperte, Konrad Haltiner, bewerteten am Schluss die fünf Arbeiten. Anfänglich erhielt jeder Kandidat 100 Punkte und jeder Millimeter Abweichung hinsichtlich Mass, Senkel und Flucht hatte einen Abzug von einem Punkt zur Folge. Eine zweite Beurteilung beschränkt sich auf das äussere Erscheinungsbild und auf den ästhetischen Eindruck. Daraus ergeben sich Pluspunkte. «Mit Blick auf die relativ kurze Lehrzeit haben die Kandidaten eine qualitativ gute Arbeit geleistet», sagt der Chefinstruktor. Er wird die beiden Qualifizierten im Rahmen eines internen Vorbereitungstrainings in der Lehrhalle Sulgen für die Regionalausscheidung vorbereiten. Für den Geschäftsführer hat diese Ausscheidung noch eine andere wichtige Bedeutung: «Wir möchten den Maurerberuf und das Handwerk der breiten Öffentlichkeit positiv präsentieren, denn dieses Jahr fehlt uns leider ein Drittel der Maurerlehrlinge gegenüber früherer Jahre. Die Ausscheidung soll deshalb auch beste Nachwuchswerbung sein und zeigen, wie vielfältig und kreativ die Arbeit des Maurers ist».

Die fünf besten Thurgauer Maurerlehrlinge: 1. Johannes Mazenauer (Tschanen AG, Müllheim), 2. Yves Dähler (Tschanen AG, Müllheim), 3. Robin Wolfwend (Edi Vetter AG, Lommis), 4. Nicola Schüppbach (Stutz AG, Frauenfeld), 5. Thomas Wartenweiler (Stutz AG, Frauenfeld).

Johannes Mazzenauer darf sich bester Thurgauer Maurerlehrling nennen.

Johannes Mazzenauer darf sich bester Thurgauer Maurerlehrling nennen.
Bild: Werner Lenzin