Begeisterte Lernende treffen Feuz in Wengen

Begeisterte Lernende treffen Feuz in Wengen

Zwei Maurerinnen, achtzehn Maurer und drei Strassenbauer feuerten Beat Feuz auf seiner Lieblingsstrecke in Wengen an. Feuz platzierte sich am Lauberhorn mit vierzehn Hundertstel Abstand auf den Sieger, auf dem zweiten Platz. Diese Leistung würdigten die dreiundzwanzig Lernenden aus dem Bauhauptgewerbe am anschliessenden Meet & Greet mit einem grossen Applaus.

Die Wurzeln nicht verloren
«Die Arbeit auf dem Bau und der Skisport sind beide prägend für mein Leben. Die Zeit auf dem Bau war für mich eine wertvolle Lebensschule, von der ich heute noch profitiere und die eine Grundlage meines sportlichen Erfolgs ist. Es ist mir eine Ehre, dass ich als Botschafter Jugendlichen die Vielseitigkeit der Bauberufe vermitteln darf», sagt Skirennfahrer Beat Feuz.
Man merkt Feuz die Charakterzüge an, welche im Bauhauptgewerbe weit verbreitet sind. Bo-denständigkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit zeichnen den Emmentaler aus. Es sind die drei Merkmale, welche auch von den Lernenden gefordert werden. Bescheiden erzählen diese von Ihrer Arbeit, den Herausforderungen grösserer Baustellen und dem Wunsch, nach einer erfolgreichen Abschlussprüfung bei Ihrem Arbeitgeber verweilen zu dürfen.

Mehr als nur Steine stapeln
Vielleicht hat Beat Feuz seine Ambitionen auf den Erfolg und die benötigte Disziplin aus seiner Lehre zum Maurer in den Profisport mitgenommen? Die Jugendlichen Lernenden sind sich indes sicher, dass dies so ist, denn auch sie sind humorvoll und ambitioniert, wie der Skistar selbst.

Begeistert erzählt Nolween Lambelet davon, dass Sie diesen Sommer die Ausbildung zur Polierin starten will. Die junge Maurerin freut sich darauf ein Team von Kollegen leiten zu können. Später will Lambelet das Studium zur Architektin in Angriff nehmen.


Auch andere Lernende erzählen von den Ambitionen: «Diese Woche startet mein letzter Kurs in der Maurerhalle. Wir werden die Lehrabschlussprüfung proben und erhalten so einen Referenzwert, wo wir noch üben müssen» sagt Björn Vogel aus dem Kanton St. Gallen. Auch Vogel hat seine ambitionierte Einstellung aus dem Beruf in den Sport übertragen. An der Radball EM 2018 gewann er mit dem Schweizer-Team die Bronzemedaille.

 
Die tollen Weiterbildungsmöglichkeiten sind für fast alle der dreiundzwanzig Lernenden ein motivierender Ausblick. Mauren benötigt doch mehr Wissen als nur einen Stein auf den anderen stapeln zu können. Und auch die drei Strassenbauer unter den Lernenden sehen eine Karriere auf dem Bau als realistisches Ziel an.

Körperlich und mental anspruchsvoll

Die Arbeit an Gebäuden und Strassen ist körperlich anspruchsvoll. Nebst der Arbeit mit den Grundbaustoffen entlasten technische Geräte die körperlich herausforderndsten Arbeitsvor-gänge. Gerade deswegen müssen die Lernenden in Ihrem Beruf voll bei der Sache sein: Zu schnell ist ein Schritt in die falsche Richtung mit Risiken verbunden. Auch schulisch ist eine Lehre im Bauhauptgewerbe nicht von schlechten Eltern: Besonders Mathematik und das räumliche Vorstellungsvermögen sind entscheidend. Um im Berufsalltag zu dominieren benötigt jeder Handgriff die nötige Portion Überlegung, die vorausgeht.