Maurer EFZ nach Art. 32 BBG

Maurer EFZ nach Art. 32 BBG

Jonas Marx war Bauarbeiter und Kranführer, bevor er sich entschloss, noch eine Lehre als Maurer zu absolvieren.

Er tat dies berufsbegleitend, in einem speziellen Lehrgang für erwachsene Personen. «Manchmal war es schon hart, am Samstag noch in der Maurerlehrhalle in die Ausbildung zu gehen», erzählte Jonas Marx an der Lehrabschlussfeier. «Die drei Jahre gingen aber rasch vorbei und heute bin ich stolz, dass ich auf der Baustelle sagen kann, ‘ich bin der Maurer’.»

Jonas Marx schloss das Qualifikationsverfahren 2018 mit einer der höchsten Gesamtnote ab. Seine Karriere auf dem Bau endet jedoch nicht mit dem Fähigkeitszeugnis als Maurer EFZ. Er besucht aktuell die Ausbildung zum Bau-Polier im Campus Sursee.

Die berufsbegleitende Ausbildung zum Maurer EFZ / zur Maurerin EFZ steht erwachsenen Personen mit mindestens 2-jähriger Berufspraxis, aber ohne anerkannten Berufsabschluss, offen. Anders als die übrigen Lernenden besitzen sie keinen Lehrvertrag, sondern sind meist als Bauarbeiter bei einer Bauunternehmung eingestellt. Sie arbeiten unter der Woche auf der Baustelle und besuchen während drei Jahren berufsbegleitend, jeweils Samstagvormittag, den theoretischen Unterricht. Die praktischen Fähigkeiten lernen sie zweimal jährlich in einem zweiwöchigen überbetrieblichen Kurs.
Nach Abschluss der dreijährigen Ausbildungszeit absolvieren die Teilnehmenden, gemeinsam mit den Lernenden der regulären Ausbildung, das Qualifikationsverfahren für Maurer EFZ.

Dieses Ausbildungsmodell ist im Sektionsgebiet des Kantonal-Bernischen Baumeisterverband ein Erfolgsmodell. Die Absolventen dieser Ausbildung sind oftmals langjährige Mitarbeitende in Bauunternehmen, die in die Schweiz eingewandert sind und als Hilfsarbeiter auf dem Bau Arbeit fanden. Die Unternehmen, stets auf der Suche nach guten Fachkräften, ermutigen ihre Mitarbeitenden und unterstützen sie darin, auf diesem Weg einen anerkannten Berufsabschluss nachzuholen.

Jonas Marx