Attraktive Bauberufe

Attraktive Bauberufe

Mattia Plattner wollte schon immer einen handwerklichen Beruf erlernen. Dies hat er auch umgesetzt. Zurzeit absolviert Mattia das zweite Lehrjahr als Maurer EFZ bei der ERNE AG Bauunternehmung. Er berichtet, warum er die Arbeit draussen auf der Baustelle mag.


Der Sechzehnjährige Mattia Plattner aus Oeschgen erzählt, dass er schon immer Maurer werden wollte oder einen handwerklichen Beruf erlernen, weil er gerne „etwas mit den Händen“ arbeitet und nicht stillsitzen kann. Zum Maurer hat er sich schlussendlich entschieden, weil ihm die Arbeiten am besten gefallen haben, vor allem das Mauern selbst und das konventionelle Schalen, welches zur Vorbereitung der Betonierarbeiten ausgeführt wird. Am Ende des Tages sieht man ein Ergebnis, das gefällt Mattia besonders.

Zu Beginn der Lehre, im August 2018 war Mattia auf einer ERNE-Baustelle in Glattbrugg tätig, wo das Hochbau-Team eine Kläranlage baute. Bis zum ersten überbetrieblichen Kurs (ÜK) war er auf dieser Baustelle und durfte mithelfen beim Schalen und Betonieren. Er half auch zum ersten Mal beim Mauern mit, und hat zwei Pfeiler mit K12/9 erstellt. Zudem durfte er eine konventionelle Schalung alleine anbringen. Besonders beeindruckt hat ihn eine grosse, runde Trichterschalung mit rund 4 m Durchmesser für ein Klärbecken, die besonders aufwendig war in der Herstellung.

Als nächstes arbeitete Mattia auf einer Mehrfamilienhaus-Baustelle in Stein mit. Es beeindruckte ihn, wie schnell der Bau vorangeschritten ist, als er zum ersten Mal auf die Baustelle kam, war nur der Aushub sichtbar, im Januar 2019 half er mit, die Kellerwände zu betonieren und die Elemente für die Deckenschalungen zu bauen. Und im Spätsommer standen bereits sechs fertige Mehrfamilienhäuser im Rohbau da. In Zwischenzeit half Mattia mit, die Treppen in den Mehrfamilienhäusern zu Schalen und mit anderen Lernenden gemeinsam die Wände mit Backsteinen zu Mauern. Beim Mauern wurden die Lernenden durch den ehemaligen Akkord-Maurer Vito Baldi begleitet, welche die Lernenden intensiv betreute, damit sie das Handwerk korrekt lernen. Im ÜK hatte Mattia auch gelernt, etwas zu Verputzen. Während dem Mauern auf der Baustelle wurde Mattia klar, dass dies seine Lieblingsaufgabe ist, „mit Abstand“ wie er sagt. Es gefalle ihm einfach: „man sieht, was man gut gemacht hat und wo man sich noch verbessern kann.“

Nach den Winterferien besuchen die Maurer-Lernenden jeweils einen einwöchigen ERNE-Workshop, welcher firmenintern organisiert wird, damit sie zusätzliche Übung fürs Handwerk erhalten. Im Magazin in Laufenburg durften die Lernenden dem Stand ihrer Ausbildung entsprechende Objekte erstellen. Die Aufgabe von Mattia war es, ein Sichtmauerwerk und einen Überzug zu erstellen. Die Arbeit hat ihm Spass gemacht, er berichtet, dass die Lehrlingswoche eine „coole Aktion“ sei.

Anschliessend war Mattia auf einer kleineren Baustelle in Oeschgen tätig, wo er einen Schacht versetzen durfte. Vor dem dritten ÜK durfte er auf einer ERNE Lehrlingsbaustelle mithelfen. In Laufenburg bauen mehrere Maurer-Lernende unter Aufsicht eines Poliers ein Mehrfamilienhaus. Mattia konnte mit den anderen Lernenden zusammen einen Schacht mit Durchlaufrinne erstellen und ein Backstein-Mauerwerk, welches verputzt wurde.

Bescheiden erwähnt Mattia Plattner, dass er an den regionalen Berufsmeisterschaften an der Zentralschweizer Bildungsmesse ZEBI in Luzern seine Fähigkeiten als Maurer unter Beweis stellen wird. Dies ist besonders erwähnenswert, da er erst am Anfang des zweiten Lehrjahres steht und sich mit anderen Maurerinnen und Maurer misst, die etwas mehr Berufserfahrung aufweisen als er. Sein Talent für den Maurer-Beruf wurde früh sichtbar. Das Ziel von Mattia für die Zukunft ist, nach der Ausbildung als Maurer und ein paar Jahren Tätigkeit auf dem Beruf, die Ausbildung zum Polier und später zum Bauführer zu absolvieren. Auch in seiner Freizeit ist Mattia aktiv, er fährt Mountainbike und ist aktives Mitglied im Turnverein Oeschgen.